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Geschichte Västerbotten

Historisch hat die Landschaft Västerbotten zusätzlich zu ihrer heutigen Ausdehnung auch das Gebiet, das heute (seit Mitte/Ende des 20. Jahrhunderts) als die eigenständige Landschaft Norrbotten aufgefasst wird, sowie (vor 1809) einen kleineren Teil vom heutigen Finnland umfasst. Die folgenden Ausführungen beziehen sich jedoch in erster Linie auf die heutige Ausdehnung der Landschaft Västerbotten.

Die ersten Menschen kamen vor etwa 9.000 Jahren nach Västerbotten, als sich das Eis der letzten Eiszeit zurückzog. Die Bevölkerung lebte vor allem von der Jagd (Elche und Kleinwild), an der Küste von Fischerei und Robbenjagd. Die Bedeutung der Elchjagd ist durch zahlreiche Funde belegt. Rentierzucht kann erst in der Eisenzeit belegt werden.

Die ersten schriftlichen Quellen stammen aus dem 14. Jahrhundert. Die Grenzen zwischen Russland und Schweden in Nordskandinavien waren damals noch unklar, doch wurde im 14. Jahrhundert die schwedische Herrschaft im Küstengebiet ausgebaut.

Im 16. Jahrhundert zählte man ungefähr 200 Dörfer, die von Landwirtschaft, Jagd und Fischerei lebten. Daneben wurden durch Wasserkraft betriebene Sägewerke gebaut. Umeå war der größte Ort und Handelsplatz, für den regionalen Handel waren aber auch die Kirchenorte mit ihren Märkten von Bedeutung.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Küstengebiete in den Kriegen mit Russland stark in Mitleidenschaft gezogen. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte die Industrialisierung in Västerbotten ihren Höhepunkt. Neben der traditionellen holzverarbeitenden Industrie und der Zellstoff- und Papierindustrie waren vor allem die Erzfunde in Boliden in den 1920er Jahren von großer Bedeutung für die industrielle Entwicklung. Dagegen haben vor allem Land- und Forstwirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung verloren.


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